Orte für Banner der Dichtkunst gesucht
Festival "Zwiesprache Lyrik" wird in den Stadtteilen vorbereitet / Zahlreiche Veranstaltungen im März
Im März wird sich in ganz Bremen alles um die schöne Dichtkunst drehen, denn zum dritten
Mal wird die Aktion "Zwiesprache Lyrik" mit Autorenlesungen und Schülerprojekten
gestartet. Dann sollen in den Stadtteilen auch große Banner mit zweisprachigen Gedichten zu
finden sein. Dieses Jahr werden die öffentlichen Veranstaltungen erstmalig von "Lyrik-Lotsen"
auf Stadtteilebene organisiert.
Von Sandy BradtKe
Schwachhausen. Das Organisationsteam der Veranstaltungsreihe "Zwiesprache Lyrik" hatte
im vergangenen Jahr mit 60 Terminen ein enormes Volumen zu bewältigen. Um das
Programm in diesem Jahr besser handhaben zu können, werden die Programmpunkte 2012
nach Stadtteilen aufgeteilt und organisiert. "Auf diese Weise fällt es leichter, über alles einen
Überblick zu behalten", erläutert die Bremer Autorin Olivia Douglas. Sie hatte sich in den
vergangenen Jahren als Autorin an dem Projekt beteiligt und wird dieses Mal als
Schwachhauser Lotsin alles organisieren, was während des Lyrik-Monats in Schwachhausen
stattfinden wird. Douglas fungiert dabei auch als Ansprechpartnerin im Stadtteil.
Für Horn-Lehe und die Neustadt konnten bislang noch keine Lotsen gefunden werden. "Es
wäre schön, wenn sich für diese beiden Stadtteile noch zwei Leute finden würden, die Lust
haben, die Organisation zu übernehmen", sagt Douglas. Bislang laufen die Strippen der
lotsenlosen Stadtteile noch bei Heide Marie Voigt aus Kattenturm zusammen. Voigt initiierte
vor drei Jahren das Projekt "Zwiesprache Lyrik - Soziale Plastik & Stadtraum Bremen".
Anlässlich des Welttages der Poesie am 21. März soll die dritte literarische Gattung alljährlich
stadtweit in das Zentrum der Aufmerksamkeit rücken. Neben den Autoren, die eigene
Gedichte lesen und mit Musikern und Künstlern anderer Sparten in den Dialog treten, werden
auch Schulklassen ihre erarbeiteten Dichtungen vortragen.
In wenigen Wochen geht laut Douglas das Programm in Druck, bis dahin müsse es komplett
sein. Wer sich also noch als Autor oder mit einem Lese-Ort an der Aktion beteiligen möchte,
sollte sich so schnell wie möglich melden. In Frage kommen etwa Orte wie Schauspielstätten,
Bürgerhäuser, Bibliotheken, Buchhandlungen, Geschäfte oder auch Privatleute, die ihre
Räume zur Verfügung stellen.
In den Stadtteilen Mitte, Östliche Vorstadt, Schwachhausen, Woltmershausen, Huchting,
Horn-Lehe und Vegesack werden noch Hängeorte für die zweieinhalb mal fünf Meter großen
Banner gesucht. Die Gedichte stammen aus der ganzen Welt und werden sowohl in der
Sprache des Autors als auch in deutscher Sprache auf die Werbebanner gedruckt. Wer eine
Fläche anbieten kann, sollte sich ebenfalls bei "Zwiesprache Lyrik" melden.
Fortsetzung
© Copyright Bremer Tageszeitungen AG Ausgabe: Nordost Seite: 2 Datum: 12.01.2012
Weser Kurier vom 12. Jan. 2912